6 Tipps zur Durchführung von einem Corona-Test mit Kindern

Immer häufiger gibt es für Kinder im Kita- und Schulalter eine Corona-Testpflicht. Spätestens dann ist es so weit: Der erste Selbsttest steht an. Hier erhaltet ihr einige Tipps für die Durchführung eures ersten Tests mit Kindern.

 

1. Kinder niemals Zwingen

Bei Corona-Tests gilt, was in vielen anderen Situationen genauso wichtig ist: Kinder sollten natürlich nicht zu etwas gezwungen werden, wovor sie Angst haben. Wenn das nicht der Fall ist, wird euer Kind mit der Situation gut umgehen können.

 

2. Sei gut vorbereitet

Damit das Kind keine Angst vorm Testen bekommt, ist es wichtig als Erwachsener möglichst routiniert den Test zu erklären und durchzuführen. Ihr seid der Profi und strahlt höchste Kompetenz aus. Bereitet euch also gut vor! Sowohl was die medizinische Durchführung des Tests angeht, als auch die Ablenkung drumherum. Vorbereitung ist alles!

 

3. Langsam an den Corona-Test herantasten

Vielen Kindern hilft es, sich langsam an die neue Situation heranzutasten. Es ist oft eine Hilfe, wenn Eltern erstmal einen Test vormachen, bevor das Kind an der Reihe ist. Lasst dann auch ruhig das Kind selbst probieren und die Teile des Tests in die Hand nehmen, wo es möglich ist. Auch Stofftiere, Puppen etc. können helfen die Scheu vor dem Test zu nehmen. Lasst eure Kinder doch mal den Teddy testen. Ein Corona-Test ist ja gar nicht so weit entfernt von den kindlichen Doktorspielen mit Puppen und Stofftieren …

 

4. Nasenabstrich? Unangenehmes gut verpacken!

Es ist klug, um den eigentlich unangenehmen Punkt des Tests – den Nasenabstrich – nicht so viel Brimborium zu machen. Ein schneller Abstrich und danach noch ein ausführliches Umrühren im Proberohr und gemeinsames Auftropfen der Flüssigkeit, dann hat das Kind den Anfang der Prozedur schon fast wieder vergessen. Die Geschichte sollte einfach direkt weitergehen …  

 

5. Ehrlich erklären, worum es geht

Erklärt euren Kindern ruhig, worum es beim Selbsttesten geht. Natürlich braucht ein zweijähriges Kind eine weniger ausführliche Erklärung als ein Fünfjähriges. Grundsätzlich aber vertragen Kinder oft mehr Ehrlichkeit, als wir ihnen manchmal als Erwachsene zutrauen. Ihr kennt eure Kinder am besten und werdet richtig entscheiden, wieviel Erklärung sie brauchen.  

  

6. Ruhe bewahren!

Der gesamte Testverlauf sollte natürlich in Ruhe ausgeführt werden. Besonders bei einem nicht eindeutigen oder positiven Ergebnis ist es wichtig Ruhe zu bewahren und so die nächsten Schritte zu besprechen.

 

 

Tipps von Frederik Deluweit, Psychologe in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

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